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 Systemische Pädagogik

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Systemisch-Existenzielle Pädagogik

Begleitung & Gestaltung von Entwicklungs-, Kommunikations- und Lernprozessen inmitten von Beziehungs- und Selbstentwicklung

Systemische Pädagogik betrachtet Gemeinschaft & Identität, Lernen und Entwicklung als Beziehungsgeschehen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene entwickeln sich in Familien, Gruppen, Institutionen, Kulturen und inneren Bedeutungswelten. Pädagogische Situationen sind lesbar: Ein Verhalten erscheint nicht nur als Eigenschaft einer Person, sondern als Teil eines Zusammenhangs aus Beziehung, Sicherheit, Erwartung, Rolle, Zugehörigkeit, Entwicklungsaufgabe und institutionellem Rahmen. Dadurch entsteht ein pädagogischer Zugang, der Menschen nicht auf ein einzelnes Verhalten, Interesse, Ziel, Ergebnis oder Problem reduziert, sondern ihre Geschichte, ihre Beziehungen, ihre Ressourcen, ihre Verletzlichkeit und ihre Entwicklungsmöglichkeiten gemeinsam betrachtet.

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Systemische Vertiefung

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Steckbrief

Kurzüberblick

Weiterbildung

Systemisch-Existenzielle Pädagogik (SEP)
Systemische Pädagogik mit integrativer und existenzieller Ausrichtung / Systemische Pädagogik, DGsP-Ausrichtung

Start

04.09.2026

Infoabend

1 Infoabend pro Monat, Präsenz, mit Anmeldung

Probemonat: ist möglich

Weiterbildung kann einen Monat ausprobiert werden. Details können in Einzelgesprächen und am Infoabend besprochen werden.

Ausrichtung

  • Berufsbegleitende Weiterbildung in systemischer Pädagogik zur Begleitung von komplexen Kommunikations-, Bewältigungs- und Entwicklungsprozessen
  • eigenständige abgeschlossene Weiterbildung (Systemische Pädagogik)

Dauer

  • Variante A: Vollweiterbildung 3 Jahre (2 Jahre Systemische Beratung und Psychologie + 1 Jahr pädagogische Spezialisierung)
  • Variante B – Aufbauweiterbildung 1 Jahr (ab 09/2028: Spezialisierungsjahr Systemische Pädagogik (approbationsfrei), Voraussetzung: Systemische Beratung (DGSF)

Format

Präsenzweiterbildung

Gruppengröße

maximal 18 Teilnehmende

Anmeldegebühr

330 €, fließt in Fachbibliothek und Infrastruktur

Kündigung

240 € monatlich (Anpassung beantragbar)
einschließlich aller Seminare/Wiederholungsseminare, Selbsterfahrungen und Supervisionen

Kündigungsfrist

jederzeit kündbar, Kündigungsfrist 6 Wochen

Zertifizierung

  • Systemisch-existenzielle Pädagogik (SENPO)
  • angestrebt ist eine Anerkennung als: Systemische Pädagogik (DGsP)

Ausrichtung

pädagogische Prozesskompetenz für Bildung, Entwicklung, Beziehung und Institution

Praxisfelder

Schule, Jugendhilfe, Sozialpädagogik, Kita, Heilpädagogik, Hochschule, Erwachsenenbildung, Fachberatung und multiprofessionelle Teams

Zentrale Themen

Lernen, Bindung, Verhalten, Gruppe, Elternarbeit, Entwicklung, Beteiligung, Schutz, Orientierung und Selbstwirksamkeit

Systemische Grundbewegung

vom auffälligen Verhalten zum verstehbaren Beziehungsgeschehen im jeweiligen Kontext

Ziel

pädagogische Situationen klarer verstehen, Lern- und Entwicklungsräume bewusster gestalten und Institutionen als lernende Systeme stärken

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Prozesse moderieren, stabilisieren und Begleiten

Systemische Pädagogik als Gestaltung von Beziehungs-, Orientierungs- und Entwicklungsräumen

Systemische Pädagogik verbindet systemische Beratung, lösungsorientierte Pädagogik, systemische Didaktik, Neue Autorität, Marte Meo, bindungsorientierte Pädagogik, traumapädagogische Perspektiven, sozialökologisches Fallverstehen und multiprofessionelle Kooperation. Sie richtet den Blick auf das, was zwischen Menschen geschieht: auf Kommunikation, Resonanz, Zugehörigkeit, Macht, Verantwortung, Grenzen, Möglichkeiten und Entwicklung.

Ein systemischer pädagogischer Zugang hilft besonders in Situationen, in denen reine Regelvermittlung oder individualisierende Erklärungen wenig tragen: bei herausforderndem Verhalten, Lernverweigerung, Schulangst, Gruppenkonflikten, Elternkonflikten, institutioneller Überlastung, Inklusion, Übergängen, Hilfeplanung und multiprofessioneller Zusammenarbeit. Moderne neurobiologische, bindungs- und entwicklungspsychologische Perspektiven vertiefen diesen Blick: Lernen braucht Sicherheit, Beziehung, emotionale Regulation, Bedeutung, Beteiligung, Rhythmus und eine Umgebung, in der Selbstwirksamkeit entstehen kann.

Die Blickfelder systemisch-pädagogischer Kompetenz

Systemische Pädagogik achtet auf Zusammenhänge, die im Alltag pädagogischer Institutionen leicht übersehen werden. Sie betrachtet Verhalten im Kontext von Beziehungserwartungen, Entwicklungsstand, Familiendynamik, Gruppenkultur, institutionellen Regeln, impliziten Normen, Belastungen, Scham, Zugehörigkeit und Autonomie. Sie fragt danach, welche Funktion ein Verhalten erfüllt, welche Botschaft darin liegen kann und welche Veränderung im Umfeld Entwicklung erleichtert.

Dabei werden pädagogische Fachkräfte nicht zu Problemlösern von außen, sondern zu bewussten Gestalterinnen und Gestaltern von Lern- und Entwicklungsräumen. Sie arbeiten mit Haltung, Sprache, Beziehung, Struktur, Ritualen, Reflexion, Perspektivwechsel, Fallverstehen, Teamkommunikation und Elternarbeit. Systemische Pädagogik stärkt die Fähigkeit, zwischen individueller Förderung, Gruppendynamik, institutioneller Rahmung und eigener Selbststeuerung zu vermitteln.

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von den interdisziplinären grundlagen zuR systemischen spezialisierung

Die Blickfelder systemisch-konstruktivistischer Pädagogik

Die pädagogische Spezialisierung am SENPO Institut soll systemische Grundlagen in Bildungs- und Entwicklungskontexte übertragen. Sie verbindet pädagogische Haltung, methodische Sicherheit, Fallverstehen, Team- und Elternarbeit sowie institutionelle Prozesskompetenz.

Systemische Grundlagen im pädagogischen Feld: Zirkularität, Kontext, Ressourcen, Beziehungsgestaltung, Auftragsklärung, Hypothesenbildung, Perspektivwechsel, Muster, Rollen und pädagogische Prozesslogik.

Lernen und Entwicklung: Entwicklungsaufgaben, Bindung, Autonomie, Motivation, Selbstwirksamkeit, emotionale Regulation, Körper, Aufmerksamkeit, Spiel, Leistung, Sinn und Beteiligung.

Systemische Didaktik und Lernarchitekturen: Gestaltung von Lernräumen, Reflexionsaufgaben, Gruppendynamik, Feedback, Fehlerkultur, Transfer, kooperatives Lernen, Erwachsenenbildung und professionelle Bildungsprozesse.

Pädagogisches Fallverstehen: Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Zusammenhang von Familie, Gruppe, Institution und Lebenswelt; Hilfeplanung, Übergänge, Ressourcenlandkarten, Genogramm, Timeline und Netzwerkperspektiven.

Kita, Schule, Jugendhilfe und Erwachsenenbildung: Elternarbeit, Kollegium, multiprofessionelle Kooperation, herausforderndes Verhalten, Inklusion, Schul- und Gruppenentwicklung, Kinderschutzsensibilität, Leitung und Fachberatung.

Neue Autorität, Beziehung und Verantwortung: Präsenz, Schutz, Klarheit, Bündnisse, Deeskalation, Anerkennung, Grenzen, Wiedergutmachung, Beteiligung und gemeinschaftliche Verantwortung.

Selbsterfahrung, Supervision und Transfer: Reflexion der eigenen pädagogischen Biografie, Rollenklärung, Belastungsdynamiken, Fallarbeit, Intervision, Dokumentation und Integration in das eigene Arbeitsfeld.

Pädagogischer Nutzen für die Praxis

Systemische Pädagogik stärkt die Qualität pädagogischen Handelns, weil sie Situationen nicht nur verwaltet, sondern verstehbar und gestaltbar macht. Fachkräfte gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit Konflikten, Verhalten, Elternarbeit, Gruppenprozessen und institutionellen Spannungen. Lernende werden in ihren Entwicklungsbedingungen präziser wahrgenommen. Teams entwickeln eine gemeinsame Sprache für Fallarbeit, Verantwortung und Kooperation. Dadurch entstehen pädagogische Räume, in denen Orientierung, Beziehung und Entwicklung miteinander verbunden werden.

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Neustrelitzer Systemik – Die SENPO-Erweiterung 

Existenzielle Systemik und Weltengarten®

Am SENPO Institut wird Systemische Pädagogik mit dem Weltengarten®-Ansatz verbunden. Der Weltengarten versteht Menschen als Entwicklungswesen in Innen-, Beziehungs- und Lebenswelten. Für pädagogische Arbeit bedeutet das: Entwicklung braucht einen Lebensraum, in dem Schutz, Anforderung, Beziehung, Eigenständigkeit, Struktur und Lebendigkeit in ein tragfähiges Verhältnis kommen.

Die Gleichgewichtsmodelle des Weltengarten-Ansatzes helfen pädagogischen Fachkräften, komplexe Situationen besser zu ordnen: Wann braucht ein Kind mehr Beziehung, wann mehr Autonomie? Wann braucht eine Gruppe Struktur, wann mehr Prozess und Beteiligung? Wann braucht eine Fachkraft Regeneration, um wieder entwicklungsfähig zu handeln? So entsteht eine pädagogische Sprache, die Verhalten, Lernen, Emotion, Beziehung und Institution gemeinsam lesbar macht.

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Systemische & Systemisch-Existenzielle Pädagogik startet interdisziplinär 

Einstieg dann Spezialisierung – Start mit der  Weiterbildung Systemische Psychologie & Beratung [SEB]

Die pädagogische Spezialisierung ist als dreijähriger Weiterbildungsweg angelegt. Die ersten zwei Jahre bilden die gemeinsame interdisziplinäre Grundlage in Systemischer Beratung und Systemischer Psychologie. Im dritten Jahr folgt die pädagogische Vertiefung für Kita, Schule, Jugendhilfe, Sozialpädagogik, Hochschule, Erwachsenenbildung, Fachberatung und andere Bildungsfelder. Abschnittszertifikate dokumentieren absolvierte Weiterbildungsabschnitte.

Der Einstieg erfolgt immer über die Weiterbildung Systemische Beratung / Systemisch-Existenzielle Beratung (SEB). Zum Beginn gibt es einen Probemonat zur eigenen Orientierung. Die Weiterbildung ist berufsbegleitend angelegt und ermöglicht Pausieren, Fortsetzen sowie eine flexible Beendigung mit sechswöchiger Kündigungsfrist. Teilnehmende der Pilot-Gruppe können auf Wunsch an kostenfreien Intensiv-Kolloquien teilnehmen.