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 Systemische Therapie

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Systemisch-Existenzielle Therapie

Therapeutische Prozesse in Beziehung, Körper & Emotion, Biografie & Lebenswelt verstehen

Systemische Therapie richtet den Blick auf Menschen in ihren inneren und äußeren Zusammenhängen. Psychische Belastungen, Symptome, Krisen und wiederkehrende Konflikte werden als Ausdruck bedeutsamer Wechselwirkungen verstanden: zwischen Körper, Emotion, Denken, Beziehungserfahrung, Familie, Biografie, sozialem Umfeld und gegenwärtiger Lebenssituation. Dadurch entsteht ein therapeutischer Zugang, der Menschen nicht auf ein einzelnes Problem reduziert, sondern ihre Geschichte, ihre Beziehungen, ihre Ressourcen, ihre Verletzlichkeit und ihre Entwicklungsmöglichkeiten gemeinsam betrachtet.

Steckbrief

Kurzüberblick

Weiterbildung

Systemisch-existenzielle Therapie
Systemische Therapie mit integrativer und existenzieller Ausrichtung
Systemische Therapie, DGSF-Ausrichtung

Start

04.09.2026

Infoabend

1 Infoabend pro Monat, Präsenz, mit Anmeldung

Probemonat: ist möglich

Weiterbildung kann einen Monat ausprobiert werden. Details können in Einzelgesprächen und am Infoabend besprochen werden.

Ausrichtung

  • Berufsbegleitende Weiterbildung in systemischer approbationsfreier Therapie zur Begleitung von komplexen Kommunikations-, Bewältigungs- und Entwicklungsprozessen
  • eigenständige abgeschlossene Weiterbildung (Systemische Therapie)
  • Voraussetzung für die Weiterbildung in Systemisches Supervision

Dauer

  • Variante A: Vollweiterbildung 3 Jahre (2 Jahre Systemische Beratung und Psychologie + 1 Jahr therapeutische Spezialisierung)
  • Variante B – Aufbauweiterbildung 1 Jahr (ab 09/2028: Spezialisierungsjahr Systemische Therapie (approbationsfrei), Voraussetzung: Systemische Beratung (DGSF)

Format

Präsenzweiterbildung

Gruppengröße

maximal 18 Teilnehmende

Anmeldegebühr

330 €, fließt in Fachbibliothek und Infrastruktur

Kündigung

240 € monatlich (Anpassung beantragbar)
einschließlich aller Seminare/Wiederholungsseminare, Selbsterfahrungen und Supervisionen

Kündigungsfrist

jederzeit kündbar, Kündigungsfrist 6 Wochen

Zertifizierung

  • Systemisch-existenzielle Therapie (SENPO)
  • angestrebt ist eine Anerkennung als: Systemische Therapie (DGSF)

Praxisfelder

Einzelarbeit, Paar- und Familienkontexte, psychosoziale Arbeit, Krisenbegleitung, approbationsfreie therapeutische Praxis im jeweiligen rechtlichen Rahmen

Zentrale Themen

Symptome, Beziehungsmuster, Bindung, Trauma, Emotion, Körper, Selbstregulation, Sinn, Ressourcen und Entwicklung

Systemische Grundbewegung

vom isolierten Symptom zum verstehbaren Muster in einem lebendigen Zusammenhang

Ziel

therapeutische Prozesse verantwortungsvoll begleiten, neue Sichtweisen ermöglichen und Entwicklung nachhaltig integrierbar machen

Prozesse moderieren, stabilisieren und Begleiten

Die Blickfelder therapeutischer Prozesskompetenz

Systemische Therapie achtet auf Zusammenhänge, die in der alltäglichen Problembeschreibung leicht in den Hintergrund treten. Sie betrachtet Symptome als sinnvolle Hinweise auf Belastung, Anpassung, Schutzversuche, Beziehungserfahrungen oder unbewältigte Entwicklungsaufgaben. Sie fragt nach Kontexten, Auslösern, Rückkopplungen, Loyalitäten, Rollen, inneren Anteilen, körperlicher Spannung, emotionaler Regulation, biografischen Spuren und gegenwärtigen Handlungsspielräumen.

Dabei geht es um eine therapeutische Haltung, die zuhört, ordnet, schützt, würdigt und zugleich Entwicklung ermöglicht. Fragen, Interventionen, Aufstellungen, Externalisierungen, Genogrammarbeit, Skalen, Reframing, hypnosystemische Bilder, narrative Arbeit und körperbezogene Wahrnehmung dienen dabei als Medien neuer Sichtweisen. Entscheidend ist die Fähigkeit, zu erkennen, welche Intervention in welchem Moment hilfreich ist, wie sie eingeführt wird und wie mit dem gearbeitet werden kann, was dadurch sichtbar wird.

von den interdisziplinären grundlagen zuR systemischen spezialisierung

Inhalte einer therapeutischen Spezialisierung

Die therapeutische Spezialisierung am SENPO Institut soll die gemeinsame systemische Grundlage in Richtung therapeutischer Prozessführung vertiefen. Im Mittelpunkt stehen fachliche Orientierung, methodische Sicherheit, Selbsterfahrung, Supervision und die Fähigkeit, komplexe Verläufe verantwortungsvoll zu begleiten.

Systemische Grundlagen im therapeutischen Feld: systemische Familientherapie, Kommunikation, Zirkularität, Kontextsensibilität, Ressourcenorientierung, Auftragsklärung, Hypothesenbildung, Mehrperspektivität und Prozesslogik.

Therapeutische Beziehung und Haltung: therapeutische Präsenz, Sicherheit, Resonanz, Abstinenz und Nähe, professionelle Grenzen, Selbstreflexion, Umgang mit Übertragung, Gegenübertragung, Rollen und Verantwortung.

Familien-, Paar- und Mehrpersonensysteme: Bindung, Loyalität, Konfliktmuster, Triangulation, Generationendynamiken, Paar- und Familienskulpturen, Genogramm, Elternschaft, Trennung, Versöhnung und Übergänge.

Emotion, Körper und Regulation: Angst, Scham, Wut, Trauer, Schuld, Erschöpfung, Körperwahrnehmung, Stressphysiologie, Co-Regulation, Selbstregulation, Stabilisierung und Integration.

Trauma- und krisensensible Prozessführung: sichere Rahmung, Ressourcenarbeit, behutsame Annäherung, Differenzierung von Stabilisierung und Vertiefung, Umgang mit akuter Belastung, Krisendynamiken und professioneller Verantwortung.

Narrative, hypnosystemische und existenzielle Arbeit: Bedeutungsräume, innere Bilder, Teilearbeit, Geschichten, Ressourcenbiografie, Sinn, Freiheit, Verantwortung, Begrenzung, Verletzlichkeit und Reifung.

Transfer, Fallarbeit und Supervision: Arbeit an eigenen Fällen, reflektierte Prozessdokumentation, Intervision, Supervision, Kolloquium, therapeutische Rollenentwicklung und Integration in das eigene Praxisfeld.

Neustrelitzer Systemik – Die SENPO-Erweiterung 

Existenzielle Systemik und Weltengarten®

Am SENPO Institut wird Systemische Therapie mit einer existenziellen und entwicklungsanthropologischen Perspektive verbunden. Der Weltengarten®-Ansatz versteht den Menschen als Entwicklungswesen in verflochtenen Innen-, Beziehungs- und Lebenswelten. Er hilft, in komplexen therapeutischen Prozessen zu erkennen, welche Bewegung gerade entwicklungsfähig ist: Stabilisierung, Klärung, Beziehung, Autonomie, Ausdruck, Integration, Regeneration oder ein neuer Schritt in die eigene Verantwortung.

Die Gleichgewichtsmodelle des Weltengarten-Ansatzes geben Orientierung, wenn therapeutische Prozesse unübersichtlich werden: Entwicklung und Regeneration, Beziehung und Autonomie, Struktur und Prozess, Gestaltung und Integration. Dadurch wird therapeutische Arbeit nicht zu einer Sammlung einzelner Methoden, sondern zu einer wahrnehmbaren Bewegungslogik: Was braucht dieser Mensch, dieses Paar, diese Familie oder dieses innere System in diesem Moment, damit Veränderung tragfähig werden kann?