Die Entwicklung unserer Wahrnehmung
Die Systemik – Quelle
und Ursprung im Hintergrund
Seit rund 60 Jahren prägt systemisches Denken viele Konzepte, die heute selbstverständlich wirken – oft, ohne dass sie als konstruktivistisch oder systemisch benannt werden.
Viele der Konzepte, die heute als modern, hilfreich und manchmal sogar revolutionär gelten, stammen ursprünglich aus der Kybernetik, dem Konstruktivismus und ihrer Nachfolgerin, der Systemik – oder sind tief von ihnen geprägt.
- Agilität,
- Netzwerke,
- Fehlerkultur,
- Empowerment,
- Perspektivwechsel,
- Selbstorganisation, Selbstwirksamkeit oder
- Symptome als Wegweiser
- und viele mehr
Wir nutzen sie, schätzen sie und arbeiten mit ihnen – oft jedoch, als stünden sie unabhängig nebeneinander oder sogar in Konkurrenz zueinander. Was heute wie eine Vielzahl einzelner Methoden erscheint, gehört ursprünglich zu einem größeren Zusammenhang. In Pädagogik, Beratung, Therapie, Coaching, Führung, Team- und Organisationsentwicklung, darstellenden Künsten, Kultur- und Entwicklungsarbeit begegnen uns vielerorts systemische Werkzeuge – meist jedoch in voneinander getrennter Form: hier ein Seminar, dort ein Modell, an anderer Stelle ein neuer Begriff.
Die Teile oder das Ganze – Zusammenhänge verstehen
Das ist hilfreich und hinderlich zugleich. Wenn die Grundlagen, die innere Logik und die Beziehungen dieser Werkzeuge untereinander unsichtbar bleiben, wirkt Systemik schnell wie ein Regal voller nützlicher Einzelprodukte. Man arbeitet dann mit wertvollen Bausteinen, ohne immer zu verstehen, wann, warum und in welchem Zusammenhang sie ihre Wirkung entfalten.
Wie ein Lebewesen – sichtbar und unsichtbar zugleich
Vielleicht lässt sich das Verhältnis der einzelnen Methoden zur Systemik besser wie bei einem Pilz verstehen: Sichtbar für uns ist der Fruchtkörper. Was ihn hervorbringt, nährt und mit seiner Umgebung verbindet, bleibt meist verborgen. Gerade dieses unsichtbare Geflecht, das Myzelnetzwerk, ist jedoch die eigentliche Lebensform.
So ist auch die Systemik nicht nur eine Methode unter anderen. Sie ist der tiefere Zusammenhang, aus dem viele heutige Ansätze hervorgegangen sind. Sie ist Quelle, Ursprung, Beziehungsgeflecht und innere Logik zugleich.
Die Systemik ist lebendig und lässt weiterhin Neues enstehen
Am SENPO Institut laden wir deshalb dazu ein, Systemik fundiert und im Zusammenhang zu lernen: nicht nur als Sammlung hilfreicher Techniken, sondern als tragfähige Grundlage für Kommunikation, Entwicklung und professionelle Begleitung. So werden vertraute Werkzeuge nicht nur in ihrem Ursprung verständlich – aus einzelnen Fragmenten entsteht ein stimmiges Ganzes. Und aus diesem Ganzen können neue Ideen, Erkenntnisse, individuelle Lösungen und manchmal auch neue Ansätze wachsen.
